Der Schmerz beim Lernen.
Vom Institut, das um sieben zugesperrt hat, in den kleinen Lesesaal der Uni-Bibliothek gewechselt, mit einem Mittelmaß an Motivation, aufgeputscht mit Koffein und einer vollen Wasserflasche. Ein paar Studenten und der der immer da ist. Nein, nicht Gott, sondern der Obdachlose (ich nenn ihn mal so weil er immer da ist wenn ich komme und nie vor mir geht, obwohl ich es natürlich nicht genau weiß), der unter den Socken Plastiksackerl um die Füße trägt. Er isst, er trinkt, er redet mit sich selbst, er schreibt, er sprüht sich selbst mit einer Blumenspritze an - alles kein Problem für mich, alles leicht zu ignorieren.
Wir machen Pause - natürlich am Gang - natürlich beim Kaffee-Automaten. Wir kommen zurück, zwei Schritte in den Saal, uns steigt ein Geruch in die Nase, schwer zu beschreiben, irgendwo zwischen Ammoniak und noch mehr Ammoniak einzuorden (nach Aristoteles faulig, schweißig und stechend). Mein Blick fällt sofort auf die Füße des Obdachlosen. Er hat sich die Schuhe ausgezogen. Einen kurzen Moment daran gezweifelt, ob es für Füße physiologisch überhaupt möglich ist, einen solchen Gestank zu produzieren. Dann die Gewissheit, er bewegt seine Füße, ich spüre geradezu wie die Moleküle von dort zu mir und in meine Nase wandern. Wir lachen, lautstark, beginnen zu schwitzen, nicht der Hitze wegen. Versuchen trotzalledem uns nichts anmerken zu lassen und versuchen weiterzulernen. Die Adaptionsfähigkeit meiner Sinneszellen wirds schon richten. Die Minuten vergehen, mir fällt es schwer die Konzentration zu halten, durch die Nase zu atmen. Immer wieder lachen. Wir können uns nicht an den Geruch gewöhnen. Ein Geistesblitz. Läuft wohl über den Trigeminus. Schmerzreiz adaptiert nicht. Hat einfach keinen Sinn. Wir packen und resignieren vor den Füßen. Wir lange es wohl dauert bis die anderen gehen?
Wir machen Pause - natürlich am Gang - natürlich beim Kaffee-Automaten. Wir kommen zurück, zwei Schritte in den Saal, uns steigt ein Geruch in die Nase, schwer zu beschreiben, irgendwo zwischen Ammoniak und noch mehr Ammoniak einzuorden (nach Aristoteles faulig, schweißig und stechend). Mein Blick fällt sofort auf die Füße des Obdachlosen. Er hat sich die Schuhe ausgezogen. Einen kurzen Moment daran gezweifelt, ob es für Füße physiologisch überhaupt möglich ist, einen solchen Gestank zu produzieren. Dann die Gewissheit, er bewegt seine Füße, ich spüre geradezu wie die Moleküle von dort zu mir und in meine Nase wandern. Wir lachen, lautstark, beginnen zu schwitzen, nicht der Hitze wegen. Versuchen trotzalledem uns nichts anmerken zu lassen und versuchen weiterzulernen. Die Adaptionsfähigkeit meiner Sinneszellen wirds schon richten. Die Minuten vergehen, mir fällt es schwer die Konzentration zu halten, durch die Nase zu atmen. Immer wieder lachen. Wir können uns nicht an den Geruch gewöhnen. Ein Geistesblitz. Läuft wohl über den Trigeminus. Schmerzreiz adaptiert nicht. Hat einfach keinen Sinn. Wir packen und resignieren vor den Füßen. Wir lange es wohl dauert bis die anderen gehen?


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