Friday, August 18, 2006

Lost in Translation

Ist es eine Eigenart von mir, das was die letzten Tage geschehen ist zu zerpflücken und immer wieder aufs Neue durchzuspielen? Die "Was wäre wenn" Komponente nie außer Acht zu lassen. Immer wieder dieselbe Situation vor dem geistigen Auge zu erleben, nachsinnen und ausweiden, bis - ja bis das Geschehene und das Imaginäre nahtlos ineinander übergehen, in einem grauen Grau verschwinden und es mir selbst schwer fällt, Realität von Fiktion zu unterscheiden. Ein Leben in der Zwischenwelt irgendwo dazwischen, vielleicht nicht immer besser, sicher nicht schlechter, aber anders. Was so schlecht ist an dem Hier und Jetzt? Nichts. Ich komme mit dem Lernen gut voran, fühle mich wohl und schafe manchmal auch zufrieden ein. Doch vielleicht ist es genau das, dieser schale Geschmack des Glücklichseins, diese sich langsam ausbreitende Taubheit in meinem Körper irgendwo zwischen Wohlbefinden und Machtlosigkeit. Vielleicht ist es ganau das, was mich am Heute so stört. Die Gewissheit, dass es nicht anhalten wird, Genauer gesagt zu wissen, dass es allerspätestens Ende September vorbei ist.

3 Comments:

Anonymous Anonymous said...

diese eigenart ist definitiv nicht nur dir eigen..haha..jedenfalls bin ich froh, dass es außer mir noch menschen gibt, die ohne "waswärewenn" nicht leben können..es vergehen kaum sonntage in meinem leben, an denen ich weniger als jede zweite minute dem vorangegangenen samstag bzw. dem ganzen wochenende nachsinne..was ist passiert, mit wem hat man geredet, hätte man den einen typen doch nur angesprochen, was wäre draus geworden..tja, life's an illusion..zumindest nähre ich mich an der illusion..

jedenfalls hat diesen zustand, dieses "tun" was man da so "tut" noch nie jemand so schön ausgedrückt wie du, das solltest du wissen :)

1/10/06 17:52  
Blogger Claus said...

Muchas gracias senorita.

9/10/06 00:00  
Blogger abstrahiert said...

you're living to be this. you're dying to be this.

http://www.crimethinc.com

20/10/06 18:54  

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